Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Und ein sehr beliebtes Reiseziel von Touristen und Einheimischen zugleich. Und das zu recht, wie wir am Wochenende feststellen durften. Mit der Fraser-Island-Adventure-Tour die wir gebucht hatten, haben wir definitv alles richtig gemacht. Wir wurden am Campingplatz abgeholt und nach ca 1 stündiger Fährenfahrt erreichten wir Fraser am Samstag Vormittag. Unser Guide Dave machte diese Tour mit seinem Fachwissen und seiner lustigen Art zu einem einmaligen Erlebnis.

Auf der Insel sind nur 4×4 Autos erlaubt, alles andere würde es hier keine 3 Meter weit schaffen. Die „Straßen“ bestehen wie alles andere hier komplett aus Sand. Unser Offroadbus hatte damit meist keine Schwierigkeiten. Wir sausten und hüpften über die Sanddünen und durch rießige Löcher im Sand. So durchgeschüttelt wie auf dieser Fahrt wurden wir schon lange nicht mehr. Mehr als einmal hatte man das Gefühl, der Bus müsse jeden Moment umkippen. Bereits gegen Mittag stellte sich uns dann doch tatsächlich ein Baum in den Weg, der den Kampf mit unserer Busscheibe gewann. Die drei neben dieser Scheibe kamen aber zum Glück mit dem Schrecken und mit Scherben berieselt davon. Außer ein paar kleinen kratzern, ist zum Glück nichts weiter passiert. Nach dem Mittagessen bekamen wir dann auch gleich einen Ersatzbus 😀

Fraser Island bietet kilometerlange, ruhige Sandstrände, Regenwald und rießige, klare Frischwasserseen zum Baden. Wir machten viele Zwischenstopps um zu baden, zu wandern oder uns von Dave die Tier- und Pflanzenwelt auf der Insel erklären zu lassen. Zu den Mahlzeiten fuhren wir immer kurz ins Hotel, wo uns stets ein umfangreiches Buffet erwartete. Hier verbrachten wir dann auch die Nacht. Abends lud uns Dave dann noch zu einem Strandspaziergang im Dunkeln ein. Er erklärte uns Sternenbilder und zeigte uns, wie wir den nassen Sand unter uns zum leuchten bringen konnten. Mit ein paar Bierchen und in sehr netter Reisegesellschaft ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Der nächste Tag war genauso schön wie der vorherige. Hopsend bahnten wir uns den Weg durch den Sand, badeten und wanderten. Hier ist es wirklich wunderschön und nun können wir die Begeisterung der Besucher hier verstehen. Das einzige worauf man hier ein bisschen Acht geben muss, sind die vielen Dingos die hier sehr verbreitet und teils recht aggressiv sind. Angriffe auf Menschen sind hier wohl keine Seltenheit. Doch die wenigen Dingos, die wir zu Gesicht bekamen, zeigten sich zum Glück friedlich und wenig interessiert an uns. Sie suchten gemütlich zwischen den Autos nach Essen und nahmen kaum Notiz von den Menschen herum. So konnten wir in Ruhe die schöne Landschaft genießen und die Insel mit all seiner wunderbaren Vielfalt in uns aufnehmen.